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Tätigkeitsfelder und Berufsmöglichkeiten

Der Bachelorstudiengang Nanotechnologie stellt eine in sich geschlossene Ausbildungseinheit dar, die den Studierenden sowohl die angestrebte Vorbereitung auf das Masterstudium als auch einen berufsbefähigenden Abschluss bietet. Ein Bachelor in Nanotechnologie ermöglicht Tätigkeiten im Bereich der Energietechnik, Informationstechnik, Biotechnologie, Medizintechnik oder Biomedizintechnik, meist in interdisziplinären Teams in Forschungslabors der Industrie oder Universitäten. Das Bachelorstudium Nanotechnologie ermöglicht auch den Aufbau, den Betrieb und den Service diagnostischer oder produzierender Anlagen auf dem Gebiet der Nanotechnologie. Die Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums Nanotechnologie haben ein breit gefächertes Grundlagenwissen auf den vier Gebieten (alphabetisch) Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau und Physik, das heißt in zwei ingenieur- und zwei naturwissenschaftlichen Disziplinen, erlangt. Der Bachelorstudiengang vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden, die auf Grund ihres hohen Forschungsanteils der beteiligten Fachbereiche den neuesten Stand der Technik repräsentieren. Die Lehrmodule des Bachelorstudiums wurden so gewählt, dass grundlegende Analysengeräte, Nanowerkzeuge und Ultrapräzisions-Bearbeitungstechniken beherrscht werden und Anlagen der Informations- und Kommunikationstechnik verstanden und bedient werden können. Mögliche Tätigkeitsfelder bilden auch die Materialentwicklung und die Messtechnik. Die Absolventinnen und Absolventen können in der Elektronik und Halbleitertechnologie als technisches Personal eingesetzt werden und im Maschinenbau zur Entwicklung und Produktion von Nanobauteilen (z.B. GMR-Sensoren im Automobilbereich). Darüber hinaus bietet sich die Nutzung ihrer Kenntnisse im Bereich der Fertigung und Untersuchung von Mikro- und Nanostrukturen an. Zudem haben die Studierenden ein Verständnis für mikroskopische Vorgänge erlangt und können die Vorgänge an Grenzflächen erklären und deuten. Dieses Wissen qualifiziert sie über den Einsatz im technischen Bereich hinaus. Aufgrund ihres breit gefächerten Wissens ist zu erwarten, dass die Absolventinnen und Absolventen zudem Tätigkeiten in Behörden finden, die sich mit der Beurteilung von Umweltfragen befassen. Auch im Bereich der Medizintechnik bestehen umfangreiche Möglichkeiten des Einsatzes von Absolventen mit einem Bachelor-Abschluss in Nanotechnologie. Einsatzgebiete sind die Entwicklung nanoskaliger Diagnosetechniken zur Früherkennung von Krankheiten und die genetische Diagnostik.

Es werden im Bachelorstudium Nanotechnologie ausgewählte Technologiefelder kennengelernt und die Brücke zwischen den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen und den berufsfeldbezogenen Anwendungen geschlagen. Nach Abschluss des Bachelorstudiums sollen die Absolventinnen und Absolventen in der Lage sein, Probleme zu formulieren und die sich daraus ergebenden Aufgaben in arbeitsteilig organisierten Teams zu übernehmen, selbständig zu bearbeiten, die Ergebnisse Anderer aufzunehmen und die eigenen Ergebnisse zu kommunizieren. Neben den mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen, die das Verstehen theoretischer Zusammenhänge ermöglichen, werden die Kernkompetenzen der Elektrotechnik, Informationstechnik und des Maschinenbaues vermittelt. Zudem bietet die Spezialisierung bereits frühzeitig die Möglichkeit, tiefer gehende fachliche Kenntnisse in einem, ihren Neigungen entsprechenden, ausgewählten Technologiefeld zu erlangen. Dies erhöht maßgeblich den berufsqualifizierenden Charakter des Bachelorabschlusses. Die Einbindung von Studienleistungen in Form von Praktika, Laboren und Fachexkursionen in den Bachelor-Studiengang schlägt dabei eine Brücke zwischen theoretischen Kenntnissen und industrieller Anwendung des Erlernten.