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Nutzerkonzept

Das Laboratorium für Nano- und Quantenengineering (LNQE) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Leibniz Universität Hannover auf dem Gebiet Nanotechnologie. Projekte der Nanotechnologie können fast immer nur in Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen zum Erfolg geführt werden. Das LNQE umfasst 30 Arbeitsgruppen aus den Natur‐ und Ingenieursfakultäten, die bei nanotechnologischen Fragestellungen gemeinsam Projekte bearbeiten.

Zur Verwirklichung seiner Ziele betreibt das LNQE ein eigenes Forschungsgebäude in Hannover mit Laboren, Geräten etc. und insbesondere Reinräumen. Die Labore (430 m2), der Forschungsreinraum (410 m2) und die Büroräume (509 m2) für ca. 44 Personen werden für interdisziplinäre Projekte, insbesondere aus erfolgreich eingeworbenen, größeren Drittmittelprojekten der Mitglieder genutzt werden.

Im Forschungsgebäude LNQE sollen die Projektbearbeiter der verschiedensten Fächer täglich eng vernetzt in einem maximalen Maße an Interdisziplinarität an aktuellen Fragestellungen der Nanotechnologie zusammen arbeiten. Durch das Gebäude werden hochwertige Infrastruktur und Technologien zur Verfügung gestellt, die den einzelnen Arbeitsgruppen nicht zur Verfügung stehen. Dadurch wird es möglich, komplexe Problemstellungen zu lösen, die Kompetenzen aller Fachrichtungen bei allen Teilschritten der Problemlösung gleichzeitig benötigen. Dies unterscheidet sich deutlich von der sonst üblichen sequenziellen Arbeitsaufteilung in Verbundprojekten und wird somit national, wenn nicht sogar international, vorbildlich und beispielhaft sein. Durch die Beteiligung von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren werden hierbei sowohl die Grundlagen, als auch mögliche neuartige Anwendungen von Anfang an gleichwertig verfolgt.

Das Gebäude dürfen bevorzugt und in dieser Reihenfolge nutzen: Mitarbeiter aus den LNQE Arbeitsgruppen, Mitarbeiter aus anderen Gruppen der LUH, die in Projekten mit dem LNQE kooperieren, Externe, die in Projekten mit dem LNQE kooperieren, Mitarbeiter aus anderen Gruppen der LUH, die einen starken Bedarf an den Ressourcen haben, und Aufträge für Industrie.

Maßgebliche Kriterien für die Nutzung sind:

  1. Wissenschaftliche Begründung: Beschreibung des geplanten Experiments, wissenschaftliches Interesse und Aktualität der Forschung, Bezug zu Literatur (mit Angabe von wichtigen Veröffentlichungen), Angabe der experimentellen Techniken.    
  2. Begründung für die Notwendigkeit der Räumen und Geräte, warum (wenn zutreffend) Klimatisierung, Reinraumklassifizierung, Elektronenstrahllithografie, Nasschemie, TEM, Laserräume, Chemieräume, Messlabore etc. für die Durchführung des Experiments notwendig sind.
  3. Interdisziplinarität und Vernetzung zum LNQE: In wie weit ist das Experiment Teil eines Verbundprojekts mit anderen Partnern, ist es interdisziplinär, handelt es sich um ein Experiment mit der wissenschaftlichen Zielsetzung des LNQE.

Technische Durchführung des Konzepts

Zugang zu den Räumen und Geräten des LNQE-Gebäudes wird allen Naturwissenschaftlern und Ingenieuren gegeben, deren Forschungsvorhaben durch einen internen Reviewprozess durch den LNQE-Vorstand positiv bewertet wurde. Eine Anfrage für den Zugang wird durch Einreichen eines kurzen, schriftlichen Antrages gemacht. Bitte benutzen Sie hierfür das Word-Formular „Nutzungsantrag für Ressourcen im LNQE-Forschungsbau“. Die Anträge sind schriftlich und elektronisch im LNQE-Büro einzureichen und werden auf der nächsten monatlichen Vorstandsitzung evaluiert. Das Ergebnis wird umgehend mitgeteilt werden. Alle organisatorischen Details werden dann so schnell wie möglich mit dem LNQE-Büro geklärt.

Der Zugang umfasst (je nach Zusage) die Benutzung der Geräte, Laborräume und Büroräume. Um möglichst vielen Nutzern den Zugang zu ermöglichen, sollen alle Experimente eine zeitliche Begrenzung haben. Langfristige Experimente sind möglich, wenn sie die Evaluationskriterien besonders gut erfüllen.     

Bei der Vergabe wird darauf geachtet werden, dass möglichst ein breites, interdisziplinäres Spektrum von Gruppen Ressourcen erhalten.

Die vorhandenen Geräte des LNQE können im vollen Umfang genutzt werden. Die Zeiten für Gerätenutzung geschehen in Absprache mit dem LNQE-Büro, das dies koordiniert. Die Nutzung von vorhandenen Geräten im Gebäude, die nicht dem LNQE, sondern einer Arbeitsgruppe/Institut gehören, muss zwischen den Nutzern verhandelt werden. Das LNQE-Büro ist in die Verhandlungen beratend einzubeziehen.   

Ihre Verbrauchsmaterialien (spezielle Chemikalien, flüssiges Helium) müssen die Arbeitsgruppen selbst mitbringen bzw. wenn das LNQE diese speziellen Verbrauchsmaterialien besorgt, dann werden die nach Verbrauch abgerechnet. Die weiteren Kosten (Reparaturkosten, laufende Kosten) muss mit den Nutzern über Kostenbeiträge zur Deckung der dem LNQE anfallenden Kosten getragen werden.

Das LNQE‐Gebäude ist ein Gemeinschaftsgebäude und daher müssen alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Gebäude den Betrieb gemeinsam durchführen. Es werden Haupt‐ und Zweitverantwortliche für Anlagen und Prozesse bestimmt werden, die an den Anlagen arbeiten und andere Mitarbeiter einarbeiten.

Um die Benutzung der kostspieligen und hochwertigen Räume und Geräte im LNQE-Forschungsneubau zu rechtfertigen und den wissenschaftlichen Nutzen zu dokumentieren, sollen Kurzreporte verfasst werden. Alle Nutzer sollen einen kurzen technischen und wissenschaftlichen Bericht spätestens drei Monate nach Ende des Experiments beim LNQE-Büro einreichen. Es wird begrüßt, wenn Publikationen, die nicht einen Koautor des Laboratoriums haben, mit doppelter Institutszugehörigkeit verfasst werden d. h. inklusive der LNQE-Zugehörigkeit (Laboratorium für Nano- und Quantenengineering, Leibniz Universität Hannover, Schneiderberg 39, 30167 Hannover, Germany). Bei kleinerer Unterstützung freut sich das LNQE über einen Hinweis in der Danksagung von Publikationen. Dies ist Notwendig, um die Verwendung von Ressourcen gegenüber allen Geldgebern zu rechtfertigen.     

Für Rückfragen steht Ihnen das LNQE-Büro jederzeit gerne zur Verfügung.