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"Von Mikro nach Nano - Fertigung und Denken in neuen Dimensionen"

"Von Mikro nach Nano - Fertigung und Denken in neuen Dimensionen"

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Gatzen Institut für Mikrotechnologie, Universität Hannover Bereich Mechanik/Magnetik

Ort: Hörsaal im LfI (Schneiderberg 32, Hannover, Deutschland)
Zeit: Mittwoch, den 26.01.05 um 17:30 - 18:30 + anschließendes Beisammensein

Mikrotechnologie gestattet, mittels neuer Fertigungsverfahren miniaturisierte Bauteile herzustellen (Beispiel in Abbildung 1), deren kleinste Strukturgrößen im Bereich von einem tausendstel Millimeter liegen. Neue Sensortechniken, welche die Sicherheit im Automobilbereich wesentlich erhöhen (Beispiel in Abbildung 2) und neue digitale Displaysysteme sind nur zwei Anwendungsbeispiele. Nanotechnologie (Beispiele in Abbildungen 3 und 4) ist ein Feld, in dem die Abmessungen nochmals drei Größenordnungen kleiner sind - man ist damit fast schon im atomaren Bereich und kann in zunehmendem Maß Quanteneffekte nutzen. Hier entstehen neue Werkstoffe, von denen man erwartet, dass sie die Welt revolutionieren. Kohlenstoff-Nanoröhrchen (Beispiel in Abbildung 5) haben eine höhere Festigkeit als Stahl und leiten Strom fast so gut wie Supraleiter. Nanopartikel eröffnen neue Möglichkeiten der Krebsbehandllung. Den größten Einfluss erwartet man jedoch im Bereich von Energiegewinnung und Energieverbrauch - einem der brennendsten Themen unserer Zeit.

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Abbildung 1: Neue Projektionstechnologie: Digtal Light Processing (DLP)™, Texas Instruments: Schnitt durch Einzelspiegel. Quelle: Texas Instruments.

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Abbildung 2: Mikrosystemtechnik in der Automobilindustrie: Gierratensensor als Teil des Elektronischen Stabilitätsprogramms von Fahrzeugen (Quelle: Bosch).

 

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Abbildung 3: "Using the scanning tunneling microscope (STM), electron formations can be viewed. At left, electrons are surrounded by 48 iron atoms, individually positioned with the same STM used to image them. The image was created and colorized at the IBM Almaden research laboratory in California". (Source: National Nanotechnology Initiative).

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Abbildung 4: IBM millipede probe storage: "In our Millipede system concept, the read/write head consists of an array of more than 1000 thermomechanical probes, fabricated on a single silicon chip using VLSI microfabrication techniques, which operate simultaneously." (Source; IBM Zurich Research Lab).

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Abbildung 5: Carbon Nanotube (Quelle: National Nanotechnology Initiative).